Die Geschichte des Boxsports
Die Geschichte des Boxens:
Einfache Zeichnungen in Afrika, die wahrscheinlich 7000 Jahre
alt sind zeigen Menschen mit handschuhähnlichen Schützern an
den Händen und aus der ägyptischen Geschichte ist bekannt, dass
dort bereits Faustkämpfe stattgefunden haben. Um 1300 v.Chr.
wird in Indien der Kampf mit der Faust erwähnt und mit dem
Schwert- und Speerkampf gleichgestellt. Aber wie gekämpft wurde
- nach welchen Regeln, warum und wie lange - ist unbekannt.
Auch in dem vermutlich aus dem 8.Jh stammenden Epos
"Ilias" von Homer, finden sich Beschreibungen von
Faustkämpfen zu Ehren gefallener Krieger.
Im 6. und 7. Jh. v. Chr. breitete sich der Faustkampf im
heutigen Griechenland besonders stark aus. War die Ausbildung in
Athen nur Begüterten möglich, so mussten in Sparta alle freien
Bürger an der Ausbildung teilnehmen.
Gekämpft wurde grundsätzlich bis zur Kampfunfähigkeit...
Die Kämpfer trafen sich auf einem Sandplatz in Sonnenschein vor
vielen Zuschauern. Ab 668 v. Chr. stand Boxen auf dem Programm
der Olympischen Spiele. Obwohl mit Riemen an den Händen
gekämpft wurde und die Hände innen mit Polstern versehen waren,
um Schläge mit der Hand abzuwehren, waren Verletzungen häufig.
er berühmteste damalige Boxer, Theogenes von Thasos, soll 1300
Siege errungen haben und 22 Jahre unbesiegt geblieben sein.
Im Römischen Reich gab es den Faustkampf nicht in der bei den
Griechen bekannten Breite jedoch wurde für wohlhabende Bürger
Roms eine Ausbildung auf dem Marsfeld durchgeführt die auch
Faustkämpfe einschloss. Turniere und Spiele wurden aber nur von
Berufskämpfern bestritten. Für jene Athleten gab es 100 v. Chr.
in Rom bereits eine Art Berufsgenossenschaft, die den Schutz und
die finanzielle Absicherung der Athleten übernahm.
In England fand der Faustkampf breites Interesse bei den Armen
und auch unter den wohlhabenden Bevölkerungsschichten. Um 1612
beteiligten sich vorwiegend untere Schichten an den
Faustkämpfen, wobei nicht nur Schläge und Stöße mit der Faust
erlaubt waren, sondern auch Ringertechniken. Im Jahre 1719 legte
sich der Fechtlehrer James Figg den Faustkampftitel "Meister
von England" zu, den er mehrmals verteidigen musste. Ein
Jahr später gründete er die erste Boxschule Englands.
Da anders als im Rest Europas, der Adel Englands keinen Degen
tragen durfte um sich nicht gegenseitig auszurotten, fand der
Faustkampf Eingang in die sportliche Ausbildung. Im Jahre 1743
stellte der Engländer Broughton die ersten Regeln auf, um
gleiche Bedingungen zu schaffen und einen Kampf in einer
festgelegten Zeit beenden zu können.
Nachdem der Boxsport nach Regeln ausgetragen wurde, kaempften um
die Jahrhundertwende die ersten Box-Profis in England und Amerika
um hohe Einsaetze. Der Sieger erhielt die stattliche Boerse und
der Verlierer oft nur das Geld fuer die Rueckfahrt!
Berufs- und Amateurboxen sind zwei verschiedene Sportarten, die
von Laien oft in einen Topf geworfen werden. So sind die
Boxtechniken, die Kampfesfuehrung und die Trefferauswertung
unterschiedlich.
Die manchmal blutigen Auseinandersetzungen in den Profikämpfen
waren manchmal keine Werbung für unseren Sport. In den 90er
Jahren nahm der Boxsport in Deutschland dennoch einen enormen
Aufschwung.
Profiweltmeister wie Gentleman Henry Maske, Axel Schulz u.a., die
eine estetischen Boxstil kreierten, brachten auch den Amateuren
einen Auftrieb!
Was macht den Boxsport so interessant?
Mut, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Gewandtheit sind die
Vorausetzungen fuer diesen Sport! Der Sportler gewinnt an
Selbstvertrauen und steht im Leben seinen Mann! Schon das harte
Boxtraining allein hilft beim Aufbau des Selbstvertrauens
und auch des koerperliche Wohlbefinden.
Nicht jeder wird ein Weltmeister werden! Dennoch muss man
demjenigen Hochachtung zollen, der im Boxring zum sportlichen
Zweikampf antritt und wenn auch nur im Training - durch
Selbstueberwindung seinen Mut zeigt!